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Rezension / Werbung “Laugenweckle zum Frühstück” von Elisabeth Kabatek

 

Brezel da kein Laugenweckle zur Hand 😉

Coverrechte: Elisabeth Kabatek / Knaur TB/ Designer
© Foto: Michaela Kronawitter

 

Laugenweckle zum Frühstück: Roman ist im Januar 2013 von Elisabeth Kabatek beim Knaur TB erschienen.

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Elisabeth Kabatek

Knaur TB

 

Inhalt:

Pipeline Praetorius ist 31 Jahre alt, Single, Arbeitslos und wohnt in einer kleinen Wohnung, ohne Heizung im Schlafzimmer, im fünften Stock ohne Lift. Ihr Nachbar, Herr Tellerle, seines Zeichens „furchtbare Klatschbase“, fährt in Urlaub, und bittet Pipeline darum, sich um seine zwei Fische, Max und Moritz zu kümmern. Tante Dorle kündigt auch noch ihren Besuch an, was bedeutet die Wohnung muss geputzt werden.
Zu allem Übel, bekommt sie auch noch einen neuen Nachbarn. Der Tag ist für sie gelaufen, weswegen sie sich mit ihrer Freundin Lila betrinkt. Hätte sie gewusst was noch alles auf sie zukommt, hätte sie das vielleicht besser gelassen.

 

Meine Meinung:

Ich habe mir das Buch schon vor langer Zeit als Mängelexemplar gekauft, weil mich der Klappentext neugierig gemacht hat, außerdem der Begriff Laugenweckle, der in meiner badischen Heimat auch anzutreffen ist. Durch eine Abstimmung unter drei Büchern, die meinen SUB verlassen sollen, wurde dann dieses Buch von den Mitgliedern unserer Facebook-Gruppe gewählt, also durfte es meinen SUB verlassen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und witzig, ich musste schon nach den ersten Sätzen schmunzeln. Das Buch wird zum Teil im schwäbischen Dialekt geschrieben, die meisten Begriffe werden mit Fußnoten erklärt. Selbst ich als Ex-Badenerin hatte beim Lesen teilweise meine Probleme, obwohl unser Dialekt ja ziemlich gleich ist. Die Protagonistin Pipeline nervte mich etwas mit ihrer naiven Art. Sie hat eine Freundin, die immer für sie da ist und ganz „liebe Verwandte“, die man absolut „nicht“ lieb findet. Ihre Mutter ist nicht gerade eine Vorzeigemutter, weshalb das naive Verhalten von Pipeline gut nachvollzogen werden kann. Es werden typische Gerichte wie Schupfnudel oder Maultaschen erwähnt und auch das traditionelle Maibaumstellen findet seinen Platz in der Geschichte. Das Maibaumstellen hat unter anderem in Schwaben und Baden folgende Bedeutung: In einigen Teilen Deutschlands, zum Beispiel im Rheinland, im Saarland, im Bergischen Land, in Franken, Oberbayern und in Schwaben, ist es üblich, dass männliche Jugendliche und junge Männer am Haus der Freundin oder Angebeteten einen Baum anbringen. Üblich sind vor allem mit buntem Krepp-Papier geschmückte Birken, wobei die Farbe der Bänder ursprünglich eine Bedeutung hatte. Der Maibaum bleibt einen Monat lang stehen, bis zum ersten Juni. Dann holt derjenige den Maibaum ab, der ihn gestellt hat. Quelle: Wikipedia Pipeline hat schräge Träume und die unmöglichsten Ideen, so z.B. Make-Up Ersatz aus dem Gewürzregal. Ihre Jobsuche oder das Hüten der Fische Max und Moritz von Herrn Tellerle laufen auch nicht so wie sie gerne hätte, ebenso die Zusammentreffen mit ihrem neuen Nachbarn Leon, der ihre Gefühlswelt ganz schön durcheinanderwirbelt. Sehr gut hat mir an dieser Geschichte gefallen, dass in Zeiten der Not alle zusammenhalten egal ob sie sich vorher gut verstanden haben oder nicht. Diese Eigenschaft geht leider immer mehr verloren. Ob die örtlichen Gegebenheiten stimmen kann ich nicht beurteilen, da ich Stuttgart nicht kenne, allerdings beschreibt die Autorin einige Straßen, Orte oder Plätze so genau, dass sie eigentlich stimmen müssten. Pipelines witzige Seite zeigt sich unter anderem in folgendem Zitat: Ich hatte den kurzen Weg von zu Hause in einem Tempo zurückgelegt, das einer neunzigjährigen Seniorin mit Rollator peinlich gewesen wäre. ©Elisabeth Kabatek Am Ende des Buches befindet sich noch das Rezept zu Tante Dorles unschlagbaren Käsekuchen das ich sicher mal testen werde.

 

Fazit:

Alles in allem eine schöne Geschichte die man gut mal so zwischendurch lesen kann. Sie konnte mich aber nicht so ganz überzeugen wie ich es vom Klappentext her gedacht hätte. Ich habe noch ein Buch dieser Autorin als Mängelexemplar hier liegen wo ich gespannt bin ob es mich mehr überzeugt.

 

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Knaur TB (4. Januar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342651284X
ISBN-13: 978-3426512845
Preis: 18.00 Euro
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1884 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Silberburg-Verlag; Auflage: 16., 2014 (20. August 2012)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00904V6PU
Preis: 7.99 Euro

Klappentext:
lle sagen Line zu ihr, aber eigentlich heißt sie Pipeline. Pipeline Praetorius (31) lebt in Stuttgart. Sie ist Single. Und arbeitslos. Und sie hat es wirklich nicht leicht.

Zwischen Bewerbungsstress und Scherereien mit der Arbeitsagentur treten gleich zwei Männer in ihr chaotisches Leben: Leon, der nette Ingenieur aus Hamburg, leidenschaftlicher Stäffelesjogger und gar nicht intellektuell, und der aufregende amerikanische Fotograf Eric M. Hollister. Und so stolpert Line auf der Suche nach Mister Right zwischen beiden hin und her und von einer Katastrophe in die nächste.

Diese quirlige Beziehungskomödie kann so nur in Schwaben spielen. Der bruddelige Nachbar Herr Tellerle und die naseweise Frau Müller-Thurgau überwachen im Treppenhaus Lines Besucher ebenso penibel wie die hundertfünfzigprozentige Einhaltung der Kehrwoche. Für mehr als eine Überraschung sorgt Lines unverwüstliche Tante Dorle, Hüterin eines unübertroffenen Käsekuchenrezepts.

Frei nach dem Motto ‘Bridget Jones meets Kehrwoche’ legt die Stuttgarter Autorin Elisabeth Kabatek einen frechen, turbulenten Frauenroman vor. Zum Brüllen komisch!

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