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Rezension / Werbung “Fast nichts als die Wahrheit: Das Rondell des Grauens (Seven Fancy 6)” von Rebecca Hohlbein

 

Coverrechte: Rebecca Hohlbein / Designer / Fabylon Verlag
© Foto: Michaela Kronawitter

 

Fast nichts als die Wahrheit: Das Rondell des Grauens (Seven Fancy 6) ist im September 2017 von Rebecca Hohlbein beim Fabylon Verlag erschienen.

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Fabylon Verlag

 

Inhalt:

Die Protagonistin lebt mit ihren zwei Söhnen in einem Reihenhausblock am Rondell des Grauens. Ihr jüngster Sohn vergleicht sie mit einem Schuh, die Liebe ist ein Deichmann Geschäft, denn vielleicht muss man tausend Schuhkartons öffnen um das passende Gegenstück zu finden. Da sie seit einer Woche wieder alleine lebt, will er sie verkuppeln, weswegen sie behauptet, plötzlich nicht mehr auf Männer zu stehen um ihre Ruhe zu haben. Das wird ihr aber später noch zum Verhängnis. Die „nette“ Nachbarin Helga ruft an und bittet sie nur kurz mit ihr zu Aldi zu fahren, und dann natürlich noch in die Apotheke und zur Bank usw. Dank Helfersyndrom macht sie das natürlich, wenn auch untern. Wer kann es ihr verdenken.

 

Meine Meinung:

Durch Zufall bin ich auf den Fabylon Verlag aufmerksam geworden. Da ich Fan der Familie Hohlbein bin, war dieses Buch ein „muss“ für mich. Bei diesem Buch hat mich eher der Klappentext und der Name der Autorin gereizt als das Cover. In der Buchhandlung wäre ich, wenn ich nicht zufällig den Namen der Autorin gelesen hätte, ganz sicher vorbeigelaufen. Das Vorwort wurde von Rebecca Hohlbein total witzig geschrieben, das hatte ich so noch in keinem Buch. Der witzige, flüssige und selbstironische Schreibstil machte es mir leicht in die Geschichte einzutauchen. Das Buch beinhaltet Illustrationen, die mir sehr gut gefallen haben. Sie waren immer dem Kapitel angepasst, was dem Buch das gewisse Etwas gibt. Die Geschichte selbst liest sich wie eine lustige Biografie. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen. Die Söhne der Autorin in der Geschichte haben mir total gut gefallen. Der kleine, naseweise Sohn, und sein 15. Jähriger Pubertierender und unsichtbarer (für die Mutter weil sie ihn kaum sieht) Bruder passen einfach perfekt in dieses Buch. Der große Sohn erinnert mich etwas an meine Tochter, die auch bald 15 wird 😉. Die Protagonistin Helga konnte ich zu Beginn nicht richtig einschätzen. Erst war sie mir unsympathisch und nervte, bis ich im Laufe der Geschichte etwas hinter ihre Fassade blicken konnte. Da bemerkte ich an mir selbst, wie schnell ich mit Vorurteilen bin, was mich sehr zum Nachdenken brachte. Der Alltag im Rondell des Grauens ist so typisch für kleine ländliche Ortschaften. Einen neugierigen Nachbarn gibt es doch überall. Ob diese sich einfach nur einsam fühlen? Das Helfersyndrom der Hauptprotagonistin kommt mir sehr bekannt vor. Sei es Helga oder auch nur eine verletzte Elster sie hilft allen. Die Geschichte versetzte mich in meine Kinder/Jugendzeit mit Begriffen wie Barbapapa oder Raider. Zitat: Ihre Herrschaft reicht wohl Jahrzehnte hinter Sabines und meine Geburt zurück, wurzelte sicher tief in grauer Vorzeit, als Twix noch Raider hieß… ©Rebecca Hohlbein Manche Bemerkungen haben mich richtig zum Schmunzeln gebracht z.B. Reinhold-Messner-Zehen oder Pflanzenkunde von Unten.

 

Fazit:

Das Buch hat mir total gut gefallen. Mal eine ganz andere Geschichte als wie man sie sonst von der Familie Hohlbein kennt. Alle die Hohlbein lieben, sollten dieses Buch lesen. Ich persönlich denke aber, dass aufgrund des Covers weniger Leser zu diesem Buch greifen werden. Sehr schade für diese witzige und so andere Geschichte. Vielen Dank an den Fabylon Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensions-Exemplars. Dies hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

 

Produktinformation
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1395 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 232 Seiten
Verlag: Fabylon Verlag; Auflage: 2 (15. September 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B0758LBNT8
Preis: 4.49 Euro
Taschenbuch: 232 Seiten
Verlag: Fabylon; Auflage: 2 (15. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943570959
ISBN-13: 978-3943570953
Preis: 14.90 Euro

Klappentext:
Helga, selbsternannte Alleinherrscherin und Gottkönigin über einen friedlichen kleinen Ort irgendwo in Deutschland, treibt ihr Umfeld tagtäglich einen Zoll tiefer in die an Wahnsinn grenzende Verzweiflung – insbesondere die Ich-Erzählerin, eine junge Schriftstellerin, die sich zudem mit zwei eigenwilligen Kindern, einem volljährigen Findelkind und der unerwünschten Hochzeit ihres Bruders herumschlagen muss.
Mit einer ordentlichen Portion Ironie schildert Rebecca Hohlbein voller Witz und Charme den alltäglichen Irrsinn ihrer literarischen Heldin auf dem Weg zur Einsicht:
Jeder sollte eine Helga haben!

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